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Impressionen einer Studienreise, Juni 2004 Hongkong,
britische Kronkolonie von 1841 - 1997
Hongkongs
größter Sakralbau steht in den Bergen der Insel Lantau in 460m Höhe.
Das
buddhistische "Kloster des kostbaren Lotos" wurde 1927 geweiht, die von Pekinger
Palastarchitektur inspirierte Haupthalle 1970. In diese Anlage sind etwa 100
Mönche und Nonnen zuhause. Touristen aus alle Welt strömen hierher, seit vor einigen Jahren der größte Freiluftbuddha mit 22 m Höhe gebaut wurde.
Seit
1888 reisen die Menschen auf den Peak, Victorias höchsten Punk mit 400m. Die Peaktram ist eine der wenigen kollonialen Überbleibsel, die zwischen der
Talstation über die Garden Road zur Bergstation fährt. Dabei überwindet sie
einen Höhenunterschied von 367 m. Der Weg lohnt sich. Man hat einen wunderbaren
Blick über die Insel rüber nach Kowloon. Früher konnte man dort die Flugzeuge landen sehen, wenn sie nach der
berühmten Rechtskurve auf Kai Tak gelandet sind.
Seit Inbetriebnahme des neuen Flughafens auf Lantau ist dies leider nicht mehr möglich. Ab Star Ferry Anleger Central (vor der City
Hall) verkehrt ein Pendelbus zur Talstation.
Hongkongs schönstes Verkehrsmittel: zwei klimatisierte Doppelwaggons pendeln, von je einem 1500m langen Kabel gezogen, zwischen der Talstation an der Garden Road und der 400m hoch gelgenen Bergstation und überwinden dabei eine Höhendifferenz von 367m. Etwaiger Nervenkitzel ist unbegründet. Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1888 gab es noch nie einen Unfall. Die Peak Tram gehört einfach dazu.
Im Flagstaff House, dem ältesten Kolonialbau der Satdt,
zeigt Hongkongs liebenswertes Museum historisches Teegeschirr in allen
Variationen mit vielen Kuriositäten. Sie erhalten einen Einblick in die
Entwicklung der chinesischen Teekultur. Nicht immer hat man Teeblätter einfach
in der Kanne aufgebrüht wie heute!
Hongkong ist, neben Blackpool in Großbritannien, die einzige Stadt der Welt, in der doppelstöckige Straßenbahnen fahren.Trotz moderner U-Bahn und klimatisierter Busse fahren die Straßenbahnen seit 1904 auf Hongkong beim Aussteigen passend beim Fahrer (kein Wechselgeld) wenn man aussteigt.
Auf der linken Seite sehen Sie die bekannten Dim Sum (gesprochen: Dim Sam). Das sind "Köstlichkeiten, die von Herzen kommen". Kleine gefüllte Teigtaschen, die in kleinen Bambuskörbchen im heissen Dampf zubereitet werden. Sie sind gefüllt mit verschiedenen Sorten Fleisch, Fisch und Gemüse und schmecken lecker!! Mittig sehen Sie eine weitere asiatische Köstlichkeit, die Sie garantiert nicht aus dem Asia Restaurant um die Ecke kennen. Gefüllte Muschel. Die Füllung besteht aus Muschelfleisch und anderen leckeren Schweinereien. Gekauft wird frisch auf dem Markt. In Hongkong gibt es sehr viel Fisch auf den Märkten. Frische ist ein wichtiges Verkaufsargument. Aus diesem Grund leben die meissten Tiere noch vor dem Verkauf.
Denkt man an Hongkong, denkt man unweigerlich an Hochhäuser und dichte Besiedelung. Geben Sie es zu, auch Sie haben eben daran gedacht. Wussten Sie aber, dass die größte Fläche Hongkongs grün und naturbelassen ist? Hunderte von Inseln sind nicht einmal bewohnt. Und dort wo sich Menschen niedergelassen haben, gibt es Landschaften, die zum Träumen verweilen. Schauen Sie selbst: Man kann Hongkong lieben oder hassen. Gleichgültig lässt es einen nicht. Bei meinem ersten Besuch 1983 mochte ich es nicht. Ich war im August dort. Die Luftfeuchtigkeit lag bei über 80% und die Kleidung klebte ständig am Körper, kaum hatte man das Hotel verlassen (die sind alle klimatisiert). Es war stickig, es roch übel und überall Baustellen. Ich mochte es einfach nicht. Vier Jahre später bin ich mich nochmal hingeflogen. Ich wollte vor dem Abzug der Briten nach den kollonialen Zeugnissen suchen. Diesmal aber reiste ich Anfang März und es war wunderbar. Ein Frühling wie im Bilderbuch. Ich habe mich in die Stadt verliebt und seitdem hat sie mich nicht mehr losgelassen. 2004 hatte ich Gelegenheit wieder nach 10 Stunden Flug dort anzukommen. Vieles hatte sich geändert, aber die Faszination hatte nicht aufgehört. "This
is a Chinese city, a very Chinese City, with British characteristics."
Copyright(c) 2005 Lord Marcus Grän |
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